Fünf Jahre Kunst und Kulturverein

64647_332445910135321_1903781943_nHeute ist es fünf Jahre her, dass wir uns in Frankenberg als Kunst- und Kulturverein gegründet haben. Viele verwegene Ideen geisterten damals im Raum. Wir fühlten allerdings, dass einer allein nur schwer etwas bewirken kann. Bürgermeister Firmenich lud deshalb am 16.06.2011 zahlreiche Frankenberger Traditionsunternehmer, Lehrer, begeisterte Privatleute und Künstler ein, hieran etwas zu ändern. In einer schönen Runde fanden wir alsbald zusammen und stellten fest, dass wir alle ähnliche Interessen hatten: wieder verstärkt Ungewöhnliches aus Kunst und Kultur in unsere Stadt zu bringen. Etwas, dass die Augen öffnet, Mut macht, verzaubert und Grenzen überwindet.

Zuerst installierten wir ein öffentliches Bücherregal in der Rathauspassage, das so bunt und vielfältig ist, wie dessen Leser, die immer wiederkommen. Eine Bank zum Verweilen folgte kurz darauf. Zur der am Stadtarchiv gepflanzten Linde lobten wir einen Gedichtwettbewerb aus, bei dem völlig überraschend eine 14jährige Schülerin gewann. Ihr bezauberndes Gedicht ist heute in einer aufwendigen Gedenktafel davor zu lesen. 2013 wagten wir, einen Lebendigen Adventskalender nach Frankenberg zu holen. Dank des Einfallsreichtums der Frankenberger wurde er ein solcher Publikumserfolg, dass er dieses Jahr in seine vierte Runde geht. Am Herzen lang uns aber vor allem auch, das einzige große Wandgemälde in unserer Stadt zu restaurieren: Wie Kaiser Karl Schulprüfung hält. Im heutigen Bildungszentrum befindlich, wurde es nach dem Krieg zerstört. Nach zahlreichen Spendenaufrufen, an denen sich viele Bürger beteiligten, konnte es fast vollständig restauriert werden. Das Karlsjahr 2015 nutzten wir natürlich gleich aus, um einen historischen Rätselwettbewerb mit Aufgaben aus dem Reiche Karls des Großen unter dem Wandbild zu veranstalten. 2015 stand aber auch ganz im Zeichen Heiner Müllers. Der größte deutsche Dramatiker nach Brecht ging in Frankenberg zur Schule und hier wurde er gefördert und sein Talent entdeckt. Deshalb veranstalteten wir zusammen mit anderen Institutionen und Vereinen ein ganzes Festjahr, dessen Höhepunkte sicherlich die Ausstellung im Ratskeller und die Theateraufführung im Kino waren. Als letzten Herbst weltweit 50 Jahre Super 8 gefeiert wurde, beteiligten wir uns auch daran und veranstalteten den ungewöhnlichen Workshop Film‘ dein Frankenberg: nach einem Kamera-Streifzug durch Frankenberg entwickelten wir die Filme in Kaffee – Das Ergebnis wurde im Welt-Theater vor großem Publikum projiziert. Das waren einige Beispiele davon, was wir mit wenig Mitteln, aber umso mehr Tatendrang realisieren konnten. Dank gebührt dafür jedem einzelnen Vereinsmitglied.

Fünf Jahre Vereinsarbeit, fünf im wahrsten Sinne des Wortes glückliche Jahre. Wie sagte Kafka? „Jeder, der sich die Fähigkeit erhält, Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.“ Uns in diesem Sinne können wir nur sagen: fünf Jahre? Wir haben doch erst angefangen!

Text: Patrick Müller

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