Dichterlinde

Foto © André Wirsig

Am 18. Oktober 2012 fand am Stadtarchiv die feierliche Einweihung der Dichterlinde statt. Die junge Frankenbergerin Carolin Achilles ist die Gewinnerin des Gedichtwettbewerbes, den der Kunst- und Kulturverein Frankenberg e.V. zuvor ausgelobt hatte und bei dem sich 16 Frankenberger beteiligten. Bei der Veranstaltung betonte Vereinschef Patrick Müller die Symbolkraft der Linde für Liebe, Gerechtigkeit, Frieden, Heimat und Gemeinschaft. Die Bläserklasse des Gymnasiums Frankenberg sorgte für die richtige Musik, die rund 100 Zuschauer erfreute. Vielen Dank an alle Beteiligten!

Bei den Vorbereitungen konnten wir auf tatkräftige Unterstützung bauen. Die Steinarbeiten übernahmen freundlicherweise die Bildhauerei Thiel aus Frankenberg, Designer Marcel Kabisch entwarf die Metallplatte und für die Pflanzung der Linde (oben im Bild) danken wir der Stadt Frankenberg und Herrn Bürgermeister Firmenich.

Um auch weiterhin Aktionen wie diese durchführen zu können, sind wir auf Ihre Mithilfe angewiesen. Als gemeinnütziger Verein würden wir uns sehr über eine Spende oder Ihre Mitgliedschaft freuen.

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Presseartikel vom 19.10.2012

Blick-Presseartikel vom 20.10.2012

Plakat zum Gedichtwettbewerb

Lindengeflüster: Faltblatt, das in einer limitierten Druckauflage von 100 Stück bei der Einweihung der Dichterlinde am 18.10.2012 ausgegeben wurde. Typografisch eingerichtet von Patrick Müller, Druck: C.G. Roßberg, Frankenberg.

Hier das Gewinnergedicht gefolgt von anderen nächstplazierten Einsendungen. Die Autoren haben freundlicherweise Ihre Zustimmung zur Veröffentlichung an dieser Stelle bekundet.

Lindengeflüster

In Frankenberg eine Linde steht,
die Jeden erfreut, der an ihr vorübergeht.
Viele Menschen wird sie sehen
und selbst in Jahrzehnten hier noch stehen.
Erzählen könnte sie dann allerhand,
von Menschen, die auch du und ich gekannt.
Wir werden dort neue Gedanken fassen
und die Seele baumeln lassen.

© Carolin Achilles
Gewinnergedicht beim Gedichtwettbewerb des Kunst- und Kulturvereins Frankenberg e.V.

Linde, du Baum der Liebe, Jahrtausende bist du
Gefährtin der Menschen. Verwandte sind unsere Wurzeln.

Sanft weckt der Regen Herzblätter der Hoffnung.
Süß lockt der Blütenduft Bienen zur Ernte.
Traurig entlässt du die Blätter dem Sturm.
Sacht hüllen weiße Flocken dich ein.
Still träumst du dem Frühling entgegen.

Linde, du treue Gefährtin,
ein Gleichnis bist du, dem Leben der Menschen.
Treib‘ Wurzeln der Liebe in unserer Stadt!

© Christine Lotze

Lindenbaum, du Friedensbaum,
wurzelst nun an des Kirchhofs Saum.
Als junger Stock beschützet noch,
wirst du bald stehen stark und hoch.
Frankenbergs Himmel stets entgegen,
soll dein Haupt sich einst bewegen.
Behütest der Stadt Bürgerschaft,
schenkst Liebe ihr und Tatenkraft.
Genähret von der Heimat Erde,
sie wie dein Astwerk zahlreich werde.

© Ulrich Wetzel

Wie ein Licht, stehst du quer zur Nacht.
Wie die Dunkelheit, wächst du langsam und bedacht.

Auf dass du jeden Menschen anders siehst,
und doch ohne Unterscheidung liebst.

Wie ein Weltenbaum, mit Toleranz in der Krone.
Wie ein gutes Beispiel, für die Fußgängerzone.

Auf dass die Menschen dich als Linde sehen,
und zugleich als Baum verstehen.

© Martin Fellmann

Viel Schönes gibt’s in uns’rem Ort,
drum möchte keiner von hier fort.

Doch fehlte noch, vor allen Dingen,
ein Baum, auf dem die Vögel singen.

Mit grünem Blatt und brauner Rinde,
gar groß und mächtig: eine Linde.

An des Stadtarchives Wand,
wo schon einmal eine stand,
soll sie Symbol für das Gedeih’n
und Glück in unsrem Städtchen sein.

© Joachim Streicher

Am Frankenberger Stadtarchiv
da steht ein Lindenbaum.
Schön und stattlich soll er sein
und unsere Nachkommen erfreun.

Man sollte nicht versäumen
in seinem Blütenduft versäumen.

Die Älteren werden besinnlich sein,
die Jüngeren in seinem Wind sich erfreun.

Wir sollten ihn hegen und pflegen
neben der Kirche in Gottes Segen.

© Edith Görnitz

In Frankenberg, gleich hinterm Markt,
im Stadtarchiv werden alte Schriften aufbewahrt.

Nun wird hier ein Lindenbaum wachsen,
Mitten in Frankenberg, im schönen Sachsen.

Ein Baum verspricht Hoffnung und Leben,
Das soll es auch immer frü Frankenberg geben.

In 100 Jahren sollst du eine große Linde sein,
und unsere Kinder erfreuen im Sonnenschein.

© Marika Preuß

Der Lindenbaum, er ruft Dir zu:
„Komm her, hier find’st Du kurze Ruh.
In meinem Schatten kannst du weilen,
um wieder gestärkt davonzueilen.“

Vielleicht nutztest Du die Zeit
zu denken an die Vergangenheit?
Wie sah es aus vor vielen Jahren
als die Franken kamen gefahren?

Miriquidi, die Vorstellung nur verschwommen,
Wie hat es wohl begonnen? –
Drum einmal ins Archiv geschaut
um zu erkennen, wie unsre Stadt erbaut!

© Sigrid Scheithauer

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