Der Lebendige Adventskalender öffnete heute bei Torsten und Silke Haas in Dittersbach. Die Älteren unter den Dittersbachern nennen das prächtige Gebäude an der Äußeren Hainichener Straße 1 „Alte Försterei“, die Jüngeren kennen die stilvoll eingerichtete Pension.

„Bei der Sanierung haben wir einen alten Brief gefunden“ erklärte Frau Haas. „Es handelt sich um einen Originalbrief aus dem Jahre 1896, dem Jahr, als das Gebäude errichtet wurde.“ In der Bauniederschrift sind allerlei Details zur damaligen Zeit vermerkt, aber auch, wie das Wetter war.

Der Bauherr, Oberförster Bruhm, von dem ein Foto gezeigt wurde, entstammt einer alten Familie. Seit dem 15. Jahrhundert waren es Erbförster im Dienste des Königs. „1681 rettete ein Mitglied der Familie sogar dem sächsischen König im Türkenkriege das Leben.“ ergänzt Herr Haas.

Wir erfuhren auch, dass Bruhm den bekannten Verschönerungsverein unterstützte, den es vor hundert Jahren in Frankenberg gab.

Familie Haas hatte im Juli 1993 mit der Entfernung des Gebäudes begonnen und das Gebäude so ursprünglich wiederhergestellt wie möglich: auf das Dach kamen statt Dachpappe wieder Kupfer und Naturschiefer. Auch das Geweih am Giebel wurde wieder angebracht. 

Das prächtige Anwesen hat insgesamt 87 Fenster und wird heute als Wohn- und Geschäftshaus genutzt. 

Wenn sie selbst einmal im alten Haus des Oberförsters übernachten möchten, können Sie dies in der elegant eingerichteten Pension „Gästezimmer Frankenberg“ mit allem Komfort der Neuzeit tun. In einer kleinen Ausstellung erfahren Sie auch mehr über den Oberförster und der ortsansässige Künstler Winfried Hacker hat das Gebäude in einem Gemälde verewigt.

Wir danken für die schöne Historie, aber auch Speis und Trank im weihnachtlich geschmückten Hof und laden morgen zum 16. Türchen in die christliche Kindertagesstätte Pusteblume ein.

Text und Fotos: Patrick Müller