Heute Abend öffnete sich die Lebendige Kalendertür beim Sächsischen Landfrauenverband. An vielen Tischen nahmen die interessierten Kalenderbesucher platz und wurden mit selbstgebackenen Plätzchen und Glühwein bewirtet.

An einem anderem Tisch konnte man selbstgemachte Töpferware aus Frankenberg bestaunen, die die Landfrauen gebrannt hatten. Erstaunlich, wie detailliert viele der schönen Arbeiten waren. „Auf dem Weihnachtsmarkt werden wir in ein paar Tagen auch präsent sein“, berichtete man uns.

Im Nachbarzimmer waren Kinder beim Kinderbasteln. Aus einfachen Papiertüten konnte man, klebte man sie kunstvoll mit Leim zusammen und schneidet sie ein, schöne Adventssterne basteln. Das haben wir auch versucht und es gelang hervorragend, die Kalenderbesucher staunten nicht schlecht.

An einem anderen Tisch bastelte eine Landfrau Wichtel mit Zipfelmütze, die mit etwas Phantasie glatt als geheimnisvolle Helfer des Weihnachtsmannes durchgehen könnten.

Aber was sind eigentlich Landfrauen? „Hauptsächlich ist es ein Verein für Mädchen und Frauen im ländlichen Gebiet.“ berichtete uns ein Vereinsmitglied. In 34 Ortsvereine in ganz Sachsen werden Interessen aufgenommen und geschickt gefördert. Den Verein in Frankenberg gibt es schon seit zwei Jahren und er umfasst bereits 21 Mitglieder.

Kein Wunder: das Kursangebot ist mannigfaltig: vom „Kreativen Nähcafé“, „Drechseln“, „Käseherstellung“ und „Kräuterwanderung“ über „Sicheres Auftreten“, „Erkennung und Verwirklichung persönlicher Ziele“ bis zu „Konflikt sind Chancen“ und „Adventskranzbinden“ werden das ganze Jahr über interessante Angebote gemacht. Sogar interkulturell geht es zu: „Wir hatten sogar mal eine brasilianische Studentin da“, erzählt die Leiterin. Auch für Männer ist der Verein übrigens zugänglich. Schließlich haben die meisten Landfrauen auch einen Mann, der zwar nicht am Nähen, aber vielleicht am Drechselworkshop Interesse findet oder einen Halloweenkürbis schnitzen lernen möchte.

Wir danken dem engagierten Verein für das schöne und produktive Türchen und laden morgen in die Stadtgalerie am Baderberg 16 ein, wenn sich dort die sechste Kalendertür öffnet.

Text und Fotos: Patrick Müller