Tür 23: „Früher gabs die Rute, heute Internetentzug“

Gestern Abend lud der Bildungsverein zum vorletzten Türchen des Lebendigen Adventskalender ein. Das gemeinsam gesungene Weihnachtslied „O du fröhliche“ aus dem Jahre 1815 eröffnete das Programm. Extra dafür wurden vorher schön gestaltete Liedzettel verteilt. Oliver Gerstner vom Verein begrüßte die Gäste und erklärte, was sich hinter dem „Bildungsverein“ verbirgt: „Er ist ein Förderverein für alle Tagesmütter, Kitas und Schulen der Stadt Frankenberg/Sa., dessen Ziel es ist, die Bildungseinrichtungen mit den Unternehmen in der Frankenberger Region fest zu verzahnen.“ Und Ronny Kämpfe ergänzt: „Wir wollen die Kinder von klein auf für Tätigkeiten begeistern und interessante Projekte für Kinder aufbauen. Sie sollen lernen, für was sie sich individuell begeistern und wie es in den einzelnen Berufen vor Ort ist, etwa im Handwerk.“ Der Verein gibt also in einem Meer von Möglichkeiten schon früh eine gewisse Berufsorientierung.

Danach musste man laut rufen: denn man munkelte, dass der Weihnachtsmann sich bereits in Frankenberg befände. Das ließen sich die anwesenden Kinder nicht zweimal sagen und riefen ihn aus voller Kehle. Prompt erschien er dann auch, liebevoll mit kleinen Christbaumkügelchen geschmückt wie ein freundlicher Weihnachtsgeist aus Dickens Weihnachtsgeschichte. Allerdings fehlte die Rute, worauf er schlagfertig antwortete: „Früher gabs die Rute, heute Internetentzug.“ Die Kinder umringten in gleich, im Halbkreis sitzend, und lauschten gebannt seiner Geschichte. „Früher gab es keine Handys und Pferde zogen die Wagen“, begann er und erzählte von einem Stern, dem langweilig war. Das Weihnachtskunstmärchen schloss er mit den Worten, dass man gerade an Weihnachten zusammenstehen und sich gegenseitig helfen solle.

Am Schluss wies Ronny Kämpfe noch auf die Stifte-Aktion des Vereins hin und sagte: „Schmeißt eure alten Stifte nicht in den Müll!“ Denn der Bildungsverein ist Teilnehmer des von TerraCycle und BiC initiierten kostenlosem Stifte-Recyclingprogramm, bei dem Schreibgeräte und Korrekturmittel aller Hersteller recycelt werden können. Der Verein kann dadurch zusätzlich Spenden sammeln. Eine Schöne Idee, wie wir finden!

Das weltweit bekannteste Weihnachtslied „Stille Nacht“ beendete die Reise in die Welt des Bildungsvereins, in die wir gestern eintauchen konnten. Wir sind damit fast am Ende des Kalenderreigens angekommen und freuen uns, sie heute Abend zur Christvesper um 17 Uhr in der St.-Aegidienkirche begrüßen zu dürfen, die das 24. Türchen stellt.

Text und Fotos: Patrick Müller

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