Tür 14: Ich bin als Licht in die Welt gekommen

Seit vielen Jahren gibt es in Frankenberg bereits die Junge Gemeinde, die Jugendgruppe der evangelischen Kirche. Heute Abend war sie zum ersten Mal beim Lebendigen Adventskalender dabei und hatte dazu ihre Räume festlich geschmückt.

Zu Beginn erlebten wir eine Lobpreisung, eine typische Mischung aus Gebet und Gesang. Monique Lippmann und Klara Schneider spielten dazu mit Gitarre und Piano Musik, zu der alle mitsingen konnten.

 

Danach wurde es besinnlich: Tobias Bergelt nahm Platz und begab sich mit uns in das Erzgebirge vor 1000 Jahren. Er erzählte ruhig und atmosphärisch, dass damals der „Finsterwald“ (lat. Miriquidi) landschaftsprägend war. „Händler waren die Ausnahme, Fuhrleute, selbst im 12. Jahrhundert, blieben im Schlamm stecken“, beschreibt er. Erste Silberfunde ließen die Gier nach dem glitzernden Metall ansteigen, und so schlug man erste Schneisen in den Wald, um Bergwerke zu bauen. Eine harte und riskante Arbeit. „Hatte man einmal falsch geschlagen, konnte schon bald alles vorbei sein“, so Bergelt. „Man wusste nicht, ob man seine Familie abends wiedersah.“

Die Menschen damals waren also von Dunkelheit umgeben. Zum Arbeitsbeginn am frühen Morgen war es noch dunkel, und nach dem Ende der Schicht am Abend war die Sonne bereits untergegangen. Viele beriefen sich deshalb auf die Textstelle Johannes 12,46 der Bibel, in welcher Jesus sagt: „Ich bin als Licht in die Welt gekommen, auf dass, wer an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe.“

 

 

Danach wurde ein echter, erzgebirgischer Schwibbogen angezündet, dessen Motive im Bogen den Alltag der Bergleute und ihrer Familien widerspiegeln. Er war übrigens aus Metall, wie auch der älteste bekannte Schwibbogen, datiert auf das Jahr 1740, entstanden in Johanngeorgenstadt.

Genau die richtige Atmosphäre, für eines der schönsten Weihnachtslieder: „Stille Nacht, heilige Nacht“ aus dem Jahre 1818, was anschließend zusammen gesungen wurde. Danach wurden leckerer Punsch und selbstgebackene Kekse gereicht. Damit jeder das Licht in die dunkle Welt tragen konnte, gab es noch ein schönes Teelicht mit auf den Heimweg. Und wer mochte, durfte sogar eine Bibel mitnehmen, das Buch der Bücher.

Ein schöner Abend war das in der Jungen Gemeinde! Wer auf den Geschmack gekommen und zwischen 14 und 23 Jahren alt ist, kann übrigens jeden Donnerstag zur besten Adventskalenderzeit um 18.30 Uhr vorbeikommen.

Morgen Abend erklingt bereits um 18 Uhr Musik von Kirchturm.

Text und Fotos: Patrick Müller

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