Tür 10: Königlich-Sächsisches Weihnachtsseminar

IMG_1126Es wurde Weihnacht gefeiert am heutigen Abend – und die festlich erleuchtete Aula des Bildungszentrums lieferte den passenden Rahmen dafür. In einer stimmungsvollen Inszenierung feierte ein Heiligabend um die Jahrhundertwende, wie er sich so oder ähnlich im damaligen Königlich-Sächsischen Seminar auf der früheren Ahornstraße (heute Max-Kästner-Straße) abgespielt haben könnte, farbenprächtige Auferstehung. Orgelmusik von Johann Sebastian Bach sorgte gleich zu Beginn für Gänsehaut-Gefühl, erinnerte sie doch an das in den Nachkriegswirren zertrümmerte Instrument, welches seinerzeit eigens für die Schule eingebaut worden war. Die Begrüßung der Gäste initiierten Herr Seminardirektor Hözl alias Matthias Hanitsch sowie seine Ehefrau (Madeleine Last). Musikalische Einlagen mit Klavier und Trompete ermunterten das Publikum, einzustimmen in einen festlichen Gesang. Erstmals gemeinsam auf einer Bühne: die Akrobaten von der Broken Beat Crew (Welt-Theater Frankenberg e. V.) und die Bauchtänzerin Eileen Last, die extra aus Mittweida angereist ist. Viel Beifall auch für eine kleine Lesung aus dem sog. Kaulbach-Buch, hundert Jahre alt und ansonsten in der Vitrine des Bildungszentrums ausgestellt. Frau Kmuch als erprobte Vorleserin verstand es, das Publikum mit hübschen Reimen von anno dazumal zu fesseln. Der Dank des Kunst- und Kulturvereines richtet sich an alle Mitwirkenden, insbesondere jedoch an das Team der Erzieherinnen/Hortnerinnen der Astrid-Lindgren-Schule in Frankenberg. Sie waren es, die die Gäste auch im Anschluss noch mit selbstgebackenem Stollen, Fettschnitten, Glühwein und Kakao bewirteten, und damit nicht genug: als Erinnerung an eine richtige Weihnachtsfeier, wie sie im Jahre 1912 im Lehrerseminar stattgefunden hat, bekam jeder Gast den Nachdruck des damaligen Programmes ausgehändigt. Tag für Tag erweist sich der Frankenberger Lebendige Adventskalender als eine Hinführung auf das Fest der Feste, ist Augenweide, Magenlabsal und Ohrenschmaus.
Text: F.-U. Langer, Fotos: S. Schwarzboldt

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