Heute Abend öffnete das Lebendige Kalendertürchen beim FCM, dem Freundeskreis Christlicher Mission in Frankenberg. Gleich zu Beginn wurde ein Gleichnis über ein schwarzes Schaf erzählt, das zur Zeit der Weihnachtsgeschichte existiert haben mag. „Die Hirten mochten es nicht, weil man es nachts schlecht sieht“, sagte man. „Und die schwarze Wolle wollte keinen guten Preis erziehlen, weil man sie schlecht färben kann“. Kurzum: Das schwarze Schaf entzog sich jeder kapitalistischen Nutzbarmachung. Es wurde in Folge geschubst und blieb Einzelgänger. Es war aber auch dabei, als die Hirten das schicksalsträchtige Kind in der Krippe besuchten und Jesus nahm es so an, wie es ist.

Die schöne Geschichte spiegelte gut die Grundhaltung des FCM wieder, bei dem Jeder willkommen ist, vom Einsamen bis zum Flüchtling. Wie heute öffnet es auch sonst die Türen und will eine Heimat bieten. „Das wird auch so auch so angenommen“, berichtet der Initiator. Dreimal gibt es u.a. Mittagessen pro Woche. Entstanden ist der Verein, weil man viel Leid auf der Welt gesehen hat, vor allem in Brasilien. Zugleich will man damit auch das Evangelium Gottes weitertragen. Aber nicht nur in Frankenberg wird sich aktiv engagiert, sondern auch in Uganda und Malawi. Dort wird Schulgeld gestellt um Kindern Bildung zu ermöglichen oder Straßenkindern geholfen. 

Bei derartig fernen Orten war es ein Glücksfall, dass gleich eine große Karte an der Wand des nicht nur interkulturell, sondern auch international tätigen Vereines hing. So versanken wir in vielen Gedanken um den riesigen Kontinent Afrika. Dieser ist eigentlich sogar größer, als man auf der Karte sieht, weil man man einen dreidimensionalen runden Globus so auf eine zweidimensionale Karte gezeichnet hat.

Ein Gast erzählte von seiner Enkelin, die sich bei Fridays for Future engagiert und Oma daran erinnert, dass wir, verglichen mit dem Großteil der Welt, in unglaublichem Luxus in Deutschland leben.

Ein schöner Abend, der uns zeigte, dass es oft nur wenig bedarf, um anderen Menschen helfen zu können.

Morgen Abend wird der Lebendige Adventskalender durch den Bildungsverein geöffnet, der die Tür am Rathausdurchgang öffnet.

Text und Fotos: Patrick Müller